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Seit einem
halben Jahrzehnt gibt es das Projekt Abenteuer Buch. Ein
»Abenteuer« ist es in mehrfacher Hinsicht, insofern der
Begriff Interessantes, Spannendes, in jedem Fall
Außergewöhnliches intendiert. Dass ein Projekt zur
Leseförderung aus buchwissenschaftlicher Perspektive konzipiert
wird, dies allerdings ist keineswegs außergewöhnlich: Im interdisziplinären Vergleich geben sich zwar z. B.
Pädagogik und Soziologie als plausible und ertragreiche
Ausgangspunkte für den Umgang mit Strategien zur Lesesozialisation
zu erkennen. Hier aber, in der Wissenschaft vom Buch, bieten sich
vielfältige Ansätze, Schriftkommunikation unmittelbar in den
Blick zu nehmen. Die Themen »Lesen« und »Leser«
sind dabei Voraussetzung und Kontext gleichermaßen.
Außergewöhnlich sind eher die Historie und die Entwicklung
des Projektes. Entstanden aus der studentischen Idee, Lehrinhalte des
buchwissenschaftlichen Studiums kindgerecht aufzubereiten, haben sich
im Laufe der Jahre immer neue Dimensionen ergeben, die unser Projekt
sowohl mit Blick auf die Zielgruppen als auch hinsichtlich der Konzepte
und Methoden in ursprünglich nicht erwartete Reichweiten wachsen
ließen. Bei aller Vielfalt der so entstehenden Aktivitäten
gibt es drei rote Fäden, die wir im Laufe der Jahre miteinander
verknüpft haben: Es ist dies erstens die Strategie,
wissenschaftliche Analyse mit praxisbezogener Arbeit zu verbinden.
Hieraus ergibt sich die Kernkompetenz unseres Projektes. Zweitens
verfolgen wir das Ziel, den aktiven Umgang mit Buch- und Schriftkultur
zu stärken – Leseförderung muss unseres Erachtens in
der Erfahrung der Kinder mehr sein als die Teilnahme an Vorlesestunden.
Drittens schließlich setzen wir bei der Realisierung der
Projektarbeit auf ein ständig größer werdendes
Netzwerk: Dies betrifft den interdisziplinären wissenschaftlichen
Diskurs, dies betrifft die vielfältigen Kooperationen bei der
praktischen Arbeit mit Kindertagesstätten, Schulen, Bibliotheken etc. und dies betrifft die
Unterstützung durch öffentliche und private Förderer,
ohne deren Engagement nur wenig möglich wäre. Herzlichen Dank
an alle Projektmitarbeiter, Partner und Förderer!
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