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mit verborgenen Welten
  
 
     

Buchwissenschaft

 

FAU


Bundesverband Leseförderung

     
 
ERBA - Haus für Kinder, Erlangen
 
 

Äußere Brucker Str. 54
Tel.: (09131) 3 94 99
91052 Erlangen
E-Mail: kindertagesstaette.aeussere-brucker-strasse@stadt.erlangen.de

Struktur
Träger des Erba-Hauses für Kinder ist das Stadtjugendamt. Das Haus besteht aus einer Krippe mit zwei Gruppen à 12 Kindern, einem Kindergarten mit zwei Gruppen à 23 Kindern und einem Hort mit zwei Gruppen à 22 Kindern. Leiterin der Einrichtung ist Frau Beate Moos-Trenkwald. Die Einrichtung wird von etwa 114 Kindern aus über 20 Nationen besucht. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund beträgt 60-80 Prozent. Kinderkrippe und Kindergarten sind Montag bis Donnerstag von 7 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, freitags von 7 Uhr bis 16.30 Uhr. Im Hort werden die Kinder täglich von 7 Uhr bis 7.30 Uhr und von 11 bis 17 Uhr betreut.

Medien
In Krippe und Kindergarten sind Bücher vorhanden sowie Kassetten und CDs. Darüber hinaus steht ein Computer zur Verfügung, der jedoch ausschließlich zur Nutzung des Schlaumäuse-Lernprogramms für die Vorschulkinder verwendet wird. Auch der Hort verfügt über Bücher, CDs und Hörbücher sowie über einen Computer mit mehreren Lernspielen.

Projektlaufzeit und Aktivitäten

Das Projekt startete im Januar 2007 und endete im Juli 2008.

Im Rahmen des Projektes wurden zunächst die Eltern aufgefordert, Gedanken zu den Themen: „Warum sind mir Bücher wichtig? Wo lese ich gerne?“ aufzuschreiben.
Für die Eltern der Kinderkrippe wurde das Konzept der Lesetasche entwickelt, eine Aktion, die unter dem Namen „Lies dich groß“ etabliert wurde. Speziell für die Lesetasche wurde der Flyer „Leselust“ entworfen, eine Zeitschrift mit Buchtipps im Design einer Fernsehzeitschrift. Darüber hinaus wurden Abenteuer-Buch-Mappen angelegt.

Während der Projektlaufzeit wurden folgende Aktivitäten realisiert.

I. In der Kinderkrippe ging es zunächst um das Fühlen verschiedener Materialien, Papyrus, Filz, Stoff und Moosgummi. Die Eltern gestalteten Mappen mit Fühlbildern.

II. Im Kindergarten startete das Projekt mit dem Thema Bücher im Alltag . Im Zuge dessen wurde eine Bücherkiste gebastelt und ein Buch-mit-bring-Tag ins Leben gerufen. Ein Besuch in der Stadtbücherei und in der Buchhandlung Thalia (inkl. Kauf eines Pixi-Buches) rundete das Thema ab.

III. Schwerpunktthema: Schrift und Beschreibstoffe. Aktivitäten im Rahmen dieses Themenblocks: Beschäftigung mit Schriftzeichen wie Hieroglyphen, Basteln eines Lesezeichens aus Papyrus, Schöpfen von Papier, Drucken mit Holzlettern.

IV. Auch der Hort beschäftigte sich zunächst mit dem Thema Bücher im Alltag und richtete sich eine Leseecke ein. Darüber hinaus hatten die Hortkinder die Gelegenheit, das Druckmuseum des Museums für Industriekultur in Nürnberg zu besuchen und dort ein Lesezeichen zu bedrucken. Außerdem wurde eine Schrift-Rallye veranstaltet, bei der über das Haus verteilte Buchstaben gesucht werden mussten, und die Aktion „Such das Buch“.   

Resümee
Die Arbeit mit drei unterschiedlichen Gruppenarten stellte das Projekt vor neue Herausforderungen. Deutlich wurde der Bedarf an detaillierten Handreichungen und Handlungsvorschlägen. Zahlreiche Abenteuer-Buch-Aktionen haben hier ihren Ursprung.
In der Kinderkrippe waren nur begrenzte Aktionen möglich, die aber sehr erfolgreich verlaufen sind. Im Rahmen der Möglichkeiten, das Buch in den Alltag des Kleinkindes zu integrieren, war das Projekt ein voller Erfolg. Auch die Kindergartengruppen haben von dem Projekt profitiert. Nach dem Besuch der Stadtbücherei waren viele Kinder erneut dort, und die Bücherecke im Kindergarten konnte noch erweitert werden. Das Projekt bis in das Elternhaus hineinzutragen, ist allerdings nur ansatzweise gelungen.
Auch das Hortteam zog eine positive Bilanz: Viele Kinder nutzten die neu gestaltete Leseecke und nahmen begeistert an den angebotenen Aktivitäten teil. Hier hat unser Projekt zugleich den Brückenschlag zwischen Kindergarten und Grundschule erfolgreich getestet.  

Weitere Informationen zu dem Projekt sind in unserer Broschüre „Lesesozialisation in Forschung und Praxis“ nachzulesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
     

 

 
     
 
 
 

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