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Struktur
Träger des Erba-Hauses für Kinder ist das Stadtjugendamt. Das
Haus besteht aus einer Krippe mit zwei Gruppen à 12 Kindern,
einem Kindergarten mit zwei Gruppen à 23 Kindern und einem Hort
mit zwei Gruppen à 22 Kindern. Leiterin der Einrichtung ist Frau
Beate Moos-Trenkwald. Die Einrichtung wird von etwa 114 Kindern aus
über 20 Nationen besucht. Der Anteil der Kinder mit
Migrationshintergrund beträgt 60-80 Prozent. Kinderkrippe und
Kindergarten sind Montag bis Donnerstag von 7 Uhr bis 17 Uhr
geöffnet, freitags von 7 Uhr bis 16.30 Uhr. Im Hort werden die
Kinder täglich von 7 Uhr bis 7.30 Uhr und von 11 bis 17 Uhr
betreut.
Medien
In Krippe und Kindergarten sind Bücher vorhanden sowie Kassetten
und CDs. Darüber hinaus steht ein Computer zur Verfügung, der
jedoch ausschließlich zur Nutzung des
Schlaumäuse-Lernprogramms für die Vorschulkinder verwendet
wird. Auch der Hort verfügt über Bücher, CDs und
Hörbücher sowie über einen Computer mit mehreren
Lernspielen.
Projektlaufzeit und Aktivitäten
Das Projekt startete im Januar 2007 und endete im Juli 2008.
Im Rahmen des Projektes wurden zunächst die Eltern aufgefordert,
Gedanken zu den Themen: „Warum sind mir Bücher wichtig? Wo
lese ich gerne?“ aufzuschreiben.
Für die Eltern der Kinderkrippe wurde das Konzept der Lesetasche
entwickelt, eine Aktion, die unter dem Namen „Lies dich
groß“ etabliert wurde. Speziell für die Lesetasche
wurde der Flyer „Leselust“ entworfen, eine Zeitschrift mit
Buchtipps im Design einer Fernsehzeitschrift. Darüber hinaus
wurden Abenteuer-Buch-Mappen angelegt.
Während der Projektlaufzeit wurden folgende Aktivitäten realisiert.
, Papyrus, Filz, Stoff und Moosgummi. Die Eltern gestalteten Mappen mit Fühlbildern.
.
Im Zuge dessen wurde eine Bücherkiste gebastelt und ein
Buch-mit-bring-Tag ins Leben gerufen. Ein Besuch in der
Stadtbücherei und in der Buchhandlung Thalia (inkl. Kauf eines
Pixi-Buches) rundete das Thema ab.
.
Aktivitäten im Rahmen dieses Themenblocks: Beschäftigung mit
Schriftzeichen wie Hieroglyphen, Basteln eines Lesezeichens aus
Papyrus, Schöpfen von Papier, Drucken mit Holzlettern.
und richtete sich eine Leseecke ein. Darüber hinaus hatten die
Hortkinder die Gelegenheit, das Druckmuseum des Museums für
Industriekultur in Nürnberg zu besuchen und dort ein Lesezeichen
zu bedrucken. Außerdem wurde eine Schrift-Rallye veranstaltet,
bei der über das Haus verteilte Buchstaben gesucht werden mussten,
und die Aktion „Such das Buch“.
Resümee
Die Arbeit mit drei unterschiedlichen Gruppenarten stellte das Projekt
vor neue Herausforderungen. Deutlich wurde der Bedarf an detaillierten
Handreichungen und Handlungsvorschlägen. Zahlreiche
Abenteuer-Buch-Aktionen haben hier ihren Ursprung.
In der Kinderkrippe waren nur begrenzte Aktionen möglich, die aber
sehr erfolgreich verlaufen sind. Im Rahmen der Möglichkeiten, das
Buch in den Alltag des Kleinkindes zu integrieren, war das Projekt ein
voller Erfolg. Auch die Kindergartengruppen haben von dem Projekt
profitiert. Nach dem Besuch der Stadtbücherei waren viele Kinder
erneut dort, und die Bücherecke im Kindergarten konnte noch
erweitert werden. Das Projekt bis in das Elternhaus hineinzutragen, ist
allerdings nur ansatzweise gelungen.
Auch das Hortteam zog eine positive Bilanz: Viele Kinder nutzten die
neu gestaltete Leseecke und nahmen begeistert an den angebotenen
Aktivitäten teil. Hier hat unser Projekt zugleich den
Brückenschlag zwischen Kindergarten und Grundschule erfolgreich
getestet.
Weitere Informationen
zu dem Projekt sind in unserer Broschüre „Lesesozialisation
in Forschung und Praxis“ nachzulesen.
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