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mit verborgenen Welten
  
 
     

Buchwissenschaft

 

FAU

 

Bundesverband Leseförderung

     
 
Lehre
 
 

Verankerung im Magisterstudiengang

Die Themen Lesen und Leser gehören zu den festen Bestandteilen der Lehre am Fach Buchwissenschaft der Universität Erlangen-Nürnberg. Bereits im traditionellen Magisterstudiengang fanden Vorlesungen und Seminare zu diesem Bereich aus historischer und aktueller Perspektive statt. Ein Beispiel hierfür ist die von Ursula Rautenberg mehrfach modifiziert angebotene Vorlesung »Geschichte und Gegenwart des Lesens und der Leser«. Der Hauptteil dieser Vorlesung bot, nach einer Klärung theoretischer Grundlagen, einen Überblick zur Geschichte des Lesens und des Lesers vom Mittelalter bis zur Gegenwart; neben unterschiedlichen Leseweisen wurden die Sozialgeschichte des Lesers, Lesestoffe und Buchmarkt behandelt. Beendet wurde die Vorlesung mit einem Teil zur Lesetypographie und zu den aktuellen empirischen Studien zum Leser- und Käuferverhalten.

Bachelor Buchwissenschaft

Der Bachelorstudiengang Buchwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat das Ziel, grundlegende Kenntnisse über die Produktion, die Verbreitung und die Rezeption des Mediums Buch aus historischer und moderner Perspektive zu vermitteln. Studiengegenstand ist das Buch als Überlieferungsträger von Texten und Bildern in handschriftlicher, gedruckter und elektronischer Form. Zentrale Lehr- und Lerngegenstände sind darüber hinaus die Organisationsformen und Institutionen buchmedialer Kommunikation sowie die Buchwirtschaft. Die Schwerpunkte des Studiums liegen bei der Verbreitung buchtypischer Inhalte durch das Buch in der Kodexform vom Mittelalter bis zur Gegenwart; mit der wachsenden Bedeutung der Digitalisierung öffnet sich das Fach den Strategien des E-Publishing und des E-Commerce. Der Themenbereich Lesen und Leser beansprucht in diesem Kontext eine wichtige Stellung. Das Studium besteht aus Pflicht- und Wahlpflichtmodulen, in denen Fragen der Buchrezeption und des Lesens aus unterschiedlicher Perspektive berücksichtigt werden. So wird das Leser- und Kaufverhalten aus wirtschaftlicher Sicht in den Modulen »Buchökonomie und Rechtliche Rahmenbedingungen« sowie »Strukturen, Institutionen und Prozesse der modernen Buchwirtschaft« behandelt, die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Lesen werden im Modul »E-Publishing und E-Commerce« thematisert, ein eigenes Modul widmet sich der Buchtypografie und dies wesentlich auch mit lesetypografischem Bezug. Eine spezifische Auseinandersetzung mit dem Themenbereich erfolgt für die Studierenden durch das Pflichtmodul »Lesen und Leser in Geschichte und Gegenwart«.

Das Modul Lesen und Leser

Dieses Modul führt in die Sozialgeschichte des Lesers, die historischen und gegenwärtigen Lektürepraktiken und die empirische Leserforschung ein. Im Zentrum stehen die soziokulturellen Gruppen und Schichten der Leser vom Mittelalter bis zur Gegenwart, ihre Lesestoffe und die Verfügbarkeit von Büchern. Die Leseforschung geht von der Präsentation von Texten im Buch als Rezeptionsvorgabe (Buchform, Layout) für den Leser aus und schließt daraus auf historisch unterschiedlich realisierte Leseweisen, Lektürepraktiken und Funktionen bzw. Modelle der Lektüre. Lernziel des Moduls ist es, den Zusammenhang von Buchverfügbarkeit, Buchgestaltung, Herstellungstechniken des Buches sowie Bildungs- und Schulgeschichte auf den Leser und das Lesen in unterschiedlichen Epochen durchsichtig zu machen.

Seminare 
aus dem Projektkontext Abenteuer Buch

Das wissenschaftliche und praktische Engegament von Abenteuer Buch rund um die Themen Lesesozialisation, Lesekompetenz, Leseförderung und Medien konnte in den vergangenen Semestern immer wieder sehr erfolgreich in die buchwissenschaftliche Lehre integriert werden. Das Modul »Lesen und Leser in Vergangenheit und Gegenwart« des Bachelor-Studiums bot und bietet sich für Lehrveranstaltungen zu genanntem Themenkreis an. Unter den Seminarteilnehmern konnten auch immer wieder interessierte Helfer für einzelne Projektvorhaben gewonnen werden. Die folgende Aufstellung gibt einen Überblick über die von Projektmitarbeitern veranstalteten Seminare.


Aktuelle Konzepte und Initiativen zur Leseförderung

Sommersemester 2009
Proseminar, 2 SWS, Bachelor
Dozent: Normann Stricker, M.A.


Lesen als Kulturtechnik und Teil einer möglichst umfassenden Medienkompetenz gehört zu den Schlüsselqualifikationen in unserer Gesellschaft. Folgerichtig sind wir daran interessiert, dass unsere Kinder das Lesen lernen und diese Fähigkeit für Bildung und Freizeit nutzen. Doch welche Bedingungen müssen geschaffen werden, um Kindern den aktiven und kreativen Umgang mit Texten zu ermöglichen? Das Seminar beleuchtete sowohl theoretische Grundlagen des Lesenlernens in der Mediengesellschaft als auch verschiedene praktische Ansätze aktueller Leseförderungsinitiativen.


Buchnutzung im Kontext medialer Vielfalt


Sommersemester 2008
Proseminar, 2 SWS, Magister
Dozenten: Stefan Salamonsberger, Normann Stricker und Volker Titel


Spätestens seitdem Fernsehgeräte zur nahezu selbstverständlichen Einrichtung privater Haushalte gehören, befindet sich das Buch in einer beständig größer werdenden Medienkonkurrenz. Mit der Digitalisierung erreicht diese Konkurrenz eine neue Dimension: Die Vielfalt medialer Angebote scheint erdrückend. Doch wie entwickelte sich das Mediennutzungsverhalten wirklich und welche Perspektiven lassen sich für die Zukunft ableiten? Das Seminar griff diese Fragestellungen auf, indem Methoden und Ergebnisse der aktuellen Mediennutzungsforschung vorgestellt und diskutiert wurden. Bestandteil des Seminars war die Teilnahme an dem von Abenteuer Buch veranstalten Kolloquium »Konzepte und Initiativen zur Leseförderung« am 15. und 16. Mai 2008.


Lesesozialisation und Leseförderung seit dem 
19. Jahrhundert


Wintersemester 2007/08
Proseminar, 2 SWS, Magister
Dozenten: Stefan Salamonsberger, Normann Stricker und Volker Titel


In der Forschung und in der Öffentlichkeit haben Debatten um den Erwerb von Lese- und Medienkompetenz einen hohen Stellenwert. Nicht zuletzt das schlechte Abschneiden deutscher Schüler in der PISA-Studie hat die Suche nach geeigneten Ansätzen verstärkt. Das Pro-seminar thematisierte die Geschichte des Lesens insbesondere bei Kindern und Jugendlichen seit Anfang des 19. Jahrhunderts und analysierte aktuelle Konzepte und Initiativen zur Leseförderung. Seminarankündigung im Online-Informationssystem der Universität Erlangen-Nürnberg.

 

 

 

 

 
     

 

 
     
 
 
 

Leseratte